Die Welt blieb kurz stehen. Hundert Fragen und Gedanken die mir durch den Kopf rasten. Konnte ihn nicht ansehen. Er sagte etwas und ging weg und mein Körper bebte. Und so blieb ich da, sitzend mit dem Handy noch in der Hand, planlos, keine Ahnung mehr von nichts. Versuchend ihnen zu erklären, dass ich nichts essen möchte, zitterte ich. Irgendwie fanden wir uns auf seinem Bett wieder. Weit voneinander entfernt sitzend. "Ich weiß nicht was ich sagen soll, denn es ist nicht meine Schuld. Ich würde mich ja entschuldigen, aber wofür?", ich stockte. Und kurz darauf waren wir draußen. Er holte sich Kippen und ich frierte. Mit der wunderschönen Zigarette in der Hand starrte ich den immer dunkler werdenden Himmel an. Gedanken überschlugen sich in meinem Kopf. Ein Zug an der Zigarette. Atmen. Leben. Ausatmen. Leben. Die Schachtel fiel den Automat runter und er holte sie heraus. Wir liefen wortlos nebeneinander her, ohne Ziel, ohne genaue Richtung. Langsam schlich meine Hand sich zu seiner und er ließ mich. Ich füllte die Lücken zwischen meinen Fingern mit seinen. Er hielt meine Hand nicht, er ließ mich nur seine halten. Irgendwann kamen wir an eine kleine Steinmauer und er setzte sich hin. Schweigend. Wir schwiegen. Ich hockte mich vor ihn. Sah ihn nicht an, denn ich hatte Angst. Irgendwann sah ich ihn an und er sah mich an und seine Augen waren dunkler als sonst und sein Gesicht war tot, gefühlsleer und trotzdem wütend oder verletzt, ich weiß es nicht. Nach langem anstarren beugte ich meinen Kopf vor, um ihn zu küssen und er ließ mich. "Setz dich doch hin" und ich setzte mich hin. Stetig meinen Kopf nach links drehend, wenn meine Augen sich versilberten. Eine Träne rollte meine Wange herunter und ich ließ sie. Und dann noch eine. Wünschend er würde es nicht merken. Ich hatte keinen Grund zum weinen. Er zog mich zu sich und dann kam es: "Es tut mir Leid"
Das war der Moment.. na ja nicht ausgerechnet diese drei Worte, vielleicht waren sie bloß der Auslöser für meine folgenden Gedanken, aber es war der Moment, die ganze Zeit in der wir schwiegen in der es mir klar geworden ist: Ich will nur ihn. Nur diesen einen einzigen Jungen. Und egal was passiert, ich liebe ihn und ich werde ihn immer lieben.
Als wir zurück liefen blieben wir zwei mal stehen. Beim ersten mal sagte er mir, dass er mich liebte und mir wurde plötzlich warm und alles war okay denn er war nicht sauer und auch wenn er das war versuchte er es nicht zu zeigen. Und beim zweiten mal sagte ich ihm, dass ich ihn liebte und er sagte Danke und alles war okay, denn ich wusste dass er mich liebt und wir reparieren die Dinge anstatt sie weg zu schmeißen. Und solange das so ist, ist alles okay. Ich liebe dich, d.

das schönste, was ich seit langem gelesen habe
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