Samstag, 9. Juni 2012

I can't stop, but I can't keep going

Ich wollte gerade das Licht ausmachen, um mich schlafen zu legen, weil ich total müde bin, und es ist mir egal, dass heute alle draußen sind und kiffen und trinken und Spaß haben. Ich bin müde, also wollte ich schlafen gehen. Aber dann bin ich an meinem Spiegel vorbei gelaufen. Stand gefühlte 10 Minuten davor und mich so zu sehen, ohne Wimperntusche oder Kajal oder Make-Up oder Puder.. Mit tiefen Augenringen und tiefen Mundwinkeln, hat mir einen Stoß gegeben. Ich will schreiben. Ich will euch jetzt einen langen Text schreiben. Ich habe euch so lange nichts mehr mitgeteilt. Erst gestern, aber das war ja nichts.
Ich bin so zerstört. Ich sitze hier im dunkeln, das einzige Licht in dem kleinen Raum ist das meines Laptops. Schneidersitz, immer. Auf dem Bett. In einem viel zu großen Pullover. Wie fühlt sich sterben an? Fühlt man es? Der Tod schleicht sich langsam an.. Er ist immer bei uns, und zählt unsere Fehler. Zählt die Taten, die wir tun. Er wartet nur darauf uns zu holen. Vielleicht bist du nur noch eine Zigarette vom Lungenkrebs entfernt? Vielleicht bist du nur noch ein Joint von der Schizophrenie entfernt? Vielleicht bist du nur noch ein Schluck Alkohol vom Koma entfernt? Es ist sovieles in meinem Kopf und das hat rein gar nichts mit dem zu tun, was ich hier schreibe. Ich liebe euch alle, dafür, dass ihr meinen Blog lest, weil das ist eine kleine Stütze für mich. Aber ich kann euch einfach nicht so sehr an meinem Leben teilhaben lassen, wie ich vielleicht möchte. Ich will euch sagen, was ich in den letzten Wochen getan habe. Mit wem ich es getan habe. Warum ich es getan habe. Will ich euch alles erzählen. Aber dazu fehlt mir der Mut. Mir fehlt der Mut, einfach Klartext zu reden. Vielleicht schäme ich mich auch einfach dafür. Denn es ist wirklich nichts, worauf man stolz sein könnte.. Was ich euch sagen kann ist, dass ich Menschen vermisse. Ich vermisse momentan einen Menschen, zu dem ich zwar sehr oft gemein bin, den ich trotzdem sehr mag.. Und ich weiß nicht, was ich falsch darin mache, dass ich mein Leben lebe.. Manche Menschen verletzen meine Taten. Andere erfreuen sie.. Egal was ich mache, eine Person wird immer verletzt und damit auch ich. Ich will weg. Ich kriege keine Luft. Alles ist gelogen und alles ist gefälscht und unecht. Nichts ist real. Ich bin nicht real und ihr seid es auch nicht. Ich werde verrückt. Ich verliere meinen Verstand. Ich muss hier weg. Tschüß

Isn't it funny, 
how from year to year 
you don't see much of a change in yourself
physical or emotional, then suddenly you look back 
and you are a different person. 
It's like watching the hour hand on a clock, 
you don't really see it move, but it's changing all the time.


1 Kommentar:

  1. egal was du tust,
    oder was du schreibst,
    du bleibst ein wundervoller mensch.
    ich würde dich nie für deine taten verurteilen,
    du hattest gründe warum du das gemacht hast,
    was du gemacht hast,
    niemand sollte dich deswegen schlecht machen,
    oder gar runterziehen.
    ich denke an dich,
    und hoffe das der tod noch nicht zu dir vorgerungen ist. wir brauchen dich hier auf der erde.

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