Ich schob die Gardinen weg und sah aus dem Fenster. Die Straßen waren leer und alle Lichter in den Häusern waren aus. Die Straßenlaternen waren schon an und versuchten die Welt zu erleuchten, aber dafür sind sie nicht hell genug. Ich seufzte lautlos. Dann sah ich in den Himmel. Er war schwarz und es waren nicht mal kleine Sterne zu sehen. Ich drehte mich um und sah Jeremiah an. Er sortierte sein Bücherregal gerade nach dem Alphabet. Ich lächelte. Sein Zimmer roch nach Räucherstäbchen und überall lagen seine Klamotten herum. Ich ging zu meinem Lieblings hemd von ihm, es war rot und weiß kariert, und nahm es mir. Ich roch daran und zog es über. Er drehte sich zu mir. Dann lächelte er auch und kam zu mir. Er umarmte mich und ich streichelte ihm über den Rücken. Dann löste er sich der Umarmung und ließ sich auf das Bett fallen. Ich setzte mich neben ihn.
"Ziemlich schräg, oder?", er lachte. Ich schüttelte den Kopf. "Quatsch.", dann legte ich meinen Kopf auf seine Brust und malte mit den Fingern Kreise auf seinen Bauch.
Er streichelte mir durch die Haare. "Was neues von Elizabeth?", fragte er ruhig.
Ich schüttelte erneut den Kopf. "Immernoch Streit.", murmelte ich und setzte mich aufrecht hin.
Ich sah auf meine Beine. Gott, sie waren immernoch so verdammt dick. Jetzt setzte er sich auch gerade hin. "Wieso?", fragte er fast lautlos. Es war ihm unangenehm soviel zu fragen. War es schon immer gewesen. Ich zuckte mit den Schultern. "Sie versteht einfach meine Gedankengänge nicht. Vielleicht ist sie zu Selbstverliebt dafür, vielleicht schafft sie es einfach nicht, mal an jemanden anderen zu denken, als an sich selbst. Würde sie genau hinsehen, würde sie sehen, dass etwas nicht stimmt. Dass es mir nicht gut geht. Dass ich reden möchte..", ich stockte. Das wollte ich ihm gar nicht erzählen. Wieso rutschen uns sooft Sachen heraus, die wir nicht mehr zurück nehmen können? Er sah mich an. "Wieso redest du nicht mit mir?", seine Stimme war emotionslos und er saß da wie ein Stein. "Du weißt doch wie ich das meine..", ich sah weg. "Nein, weiß ich nicht.", widersprach er mir. "Na ja, ich meine.. sie müsste sehen, dass ich mit ihr reden möchte.. weißt du? Klar, bin ich ein wenig seltsam.. Aber.. na ja.. Okay.. Ich weiß es selber nicht.", ich stand auf und ging zu seinem Bücherregal. Er hatte schöne Bücher. Ich fand Eine wie Alaska und nahm es raus. Ich blätterte es schnell durch und sah, dass er gar keine Notizen in seine Bücher kritzelt, oder Zeilen markiert. Das war wohl eine schlechte Angewohnheit. In all' meinen Büchern ist irgend etwas rein geschrieben, oder markiert. Antworten, die man gar nicht gesucht hat. Fragen, die sich keiner gefragt hätte. Sowas wie "Alaska hat auch keine Rücksicht auf jene genommen, die sie geliebt haben." stand zum Beispiel am Ende von Eine wie Alaska. Er ging zu mir rüber und nahm meine Hand. "Audrey.", er klang verletzt. "Ich will dass es dir gut geht. Ich würde alles dafür tun. Ich möchte dir helfen, aber du musst mich lassen. Es ist mir egal, ob du das überhaupt nicht willst, oder ob es dir peinlich ist, aber ich werde immer an deiner Seite stehen. Ich bin immer da. Ich würde immer versuchen so schnell wie möglich bei dir zu sein, wenn du mich rufst, oder gar nicht erst zu gehen, wenn du mich brauchst. Du weißt, dass ich immer da bin. Immer.", er sah mir in die Augen und umarmte mich fest. Und dann fiel die erste Träne auf seine Schulter.
"We're young. We're supposed to drink too much.
We're supposed to have bad attitudes and shag
each other's brains out. We are designed to party.
This is it. Yeah, so a few of us will overdose or go mental.
But Charles Darwin said you can't make an omelette
without breaking a few eggs. And that's what it's all about breaking eggs.
And by eggs, I do mean, getting twatted on a
cocktail of Class As. If you could just see yourselves.
It breaks my heart. You're wearing cardigans
We fucked up bigger and better than any generation
that came before us.
We were so beautiful. We're screw-ups."

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