Sonntag, 31. Juli 2011

we're not scared of the darkness, we're scared of what's in it

Es war so dunkel im Zimmer. Und so heiß. Und die Decke erdrückte mich fast, bestimmt wog sie nur 100 Gramm, aber sie kam mir vor wie eine Tonne schwer. Ich schob sie langsam weg und versuchte etwas in der Dunkelheit zu erkennen. Dunkelheit war schon immer mein Feind gewesen, es gab nur weniges, wovor ich mich mehr fürchtete. Oft schlief ich sogar mit einem Nachtlicht, es sei denn jemand ist bei mir im Raum, dann war ich beruhigt.
Aber in dieser Nacht lag Jeremiah bloß 20 Zentimeter von mir entfernt und ich hätte am liebsten das Zimmerlicht angeschaltet. Ich weiß nicht was los war, ich war hellwach. Bildete ich mir zumindest ein, um die Augen nicht schließen zu müssen.. Ich trat die Decke mühsam vom Bett und setzte mich gerade hin. Dann sah ich mich um. Es war niemand hier, da war ich mir jedoch nicht so sicher. Mein Kopf spielte verrückt, mein Gehirn weigerte sich mit zu spielen und meinem Herz war langweilig, also ließ es sich Gruselgeschichten von meinem Kopf erzählen. Ich bin eigentlich nicht so schreckhaft, ich sehe mir Horrorfilme ab 18 alleine an, gute Leistung wenn man bedenkt, dass ich ein Mädchen bin..
Das atmen fiel mir schwer und Jeremiah schlief schon. Ich wollte aufstehen, aber als ich ein Bein herunter hängen liess, zog ich es direkt wieder an mich heran. Ich hatte panische Angst. Vielleicht war etwas unter dem Bett. Wahrscheinlich mehrere Stunden lag ich wach und mir liefen schon Tränen. Ich machte mir bloß selbst Angst. Haute den Kopf mehrmals gegen meine Knie, murmelte leise "Du bescheuerter Angsthase", versuchte nicht zu Schluchzen, und weckte schließlich ohne es zu wollen, Jeremiah auf.
Er rieb sich die Augen und sah mich verwirrt an. "Audrey, stimmt was nicht?", vorsichtig streckte er die Hand nach mir aus und ich weinte bloß. "Schwein. Kind!", rief mein Kopf mir zu, aber ich ignorierte ihn.
Ich legte mich langsam neben Jeremiah, er legte seinen Arm um mich und wir versuchten zu schlafen. Immernoch konnte ich nicht einschlafen, aber ich fühlte mich beschützt. Irgendwie.


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