Sonntag, 17. Juli 2011

i'll find something useful, to do with my life


Ich entdeckte eine Bank, und saß mich darauf. Claire setzte sich neben mich. Erwartungsvoll sah sie mich an. "Was ist passiert? Los, los, los! Erzähl schon!", sie zappelte und grinste mich an. Ich lächelte sie leicht an. "Nichts eigentlich.", murmelte ich. Ich lächelte weiter. Sie sollte nicht wissen, dass sie ungelegen kam. "Nichts? Ich habe doch gesehen wie du und Elizabeth gestritten habt. Und gehört habe ich es auch. Nur worum es geht, wusste ich nicht."
Ich sah auf meine Beine. Sagte nichts. "Audrey.", sagte Claire und legte eine Hand auf meine Schulter. "Mhm?" - "Was war los?"
Ich antwortete wieder nicht. Ich sah sie bloß an. Sah durch ihre Meerblauen Augen hindurch in den Ozean. Sah Delfine und kleine Fische. Dann kam ein Hai, und fraß sie alle. Es endete in einem Blutbad. Der Ozean wurde rot. Nur ihre Augen nicht. Ich schüttelte den Kopf und sah nach oben, in den Himmel. Die Wolken versteckten die Sonne. Gleich würde es wahrscheinlich anfangen zu regnen. Ich zog den Reißverschluss meiner Jacke hoch und die Ärmel runter. Dann setzte ich mich gerade hin.
"Audrey. Alles okay?", hörte ich. Ich erschrak. Claire war ja noch da. Ich nickte. Dann lächelte ich.

"Sicher?" - "Ja.", ich grinste sie an. Plötzlich umarmte ich sie und drückte sie fest. Mich überkam Liebe. "Woha, okay. Alles klar", sie lächelte und drückte mich.
Ich ließ sie wieder los und lächelte sie an. Sie grinste und klemmte sich eine Strähne hinter ihr Ohr. "Willst du reden?", fragte sie. Ich sah sie an. Sah ihre Klamotten an. Sie hatte ein schönes T-Shirt an. Es war bloß schwarz, aber hatte einen schönen Schnitt. Claire ist hübsch, dachte ich. Dann grinste ich sie an, wie ein kleines Kind. "Audrey, bist du anwesend? Verdammt, jetzt sag doch was.", Claire stellte sich vor mich und sah mich an. 
Ich stand auf. Sah sie an. Bewunderte ihr Gesicht, keinerlei Unreinheiten. Schließlich sagte ich: "Wieso ist mein Leben so interessant für dich?", es kam provokativ aus meinem Mund. Ich hatte es gar nicht so gemeint. Sie setzte eine überraschte Mine auf. "Ist es nicht. Du denkst, du wärst super toll, und geheimnisvoll, weil du nie redest. Du denkst, du wärst wunderschön und total nett. Bist du, klar bist du das. Aber du hälst dich für die beste. Aber mich gibt es auch noch. Okay? Ich würde auch mal gerne wieder, dass du mir zuhörst. Ich möchte dich wieder zurück, wie du früher warst. Du hast dich verdammt verändert.", ihre Augen füllten sich mit Tränen. Dann zitierte sie King Of Anything von Sara Bareilles, ein Lied, zu dem wir früher getanzt haben. Mit gesungen, glücklich dazu waren. Uns über die kleinen Zicken lustig gemacht haben. ""Who cares if you disagree? You are not me, who made you king of anything? So you dare tell me who to be? Who died and made you king of anything? You sound so innocent, all full of good intent. You swear you know best, but you expect me to jump on board with you and ride off into your delusional sunset.", sie sang es nicht. Sie sprach es streng aus, und sah mich derweil mit einem Blick an, den ich niemals vergessen werde. Ich zitterte stark und vermutete jederzeit zusammen zu brechen. 
"Ich habe niemals gewollt, dass du dich für mich interessierst. Ich möchte auch wieder wie früher sein. Aber Menschen ändern sich. Manchmal ändern sie sich von selbst, manchmal ändern andere Menschen sie und manchmal, so wie in meinem Fall, ändert das Leben sie. Es tut mir Leid, wenn ich dich auf irgendeine Weise verletzt habe. Das war nie meine Absicht.", ich sah auf den Boden und dann sah ich sie wieder an.
Sie war verletzt. Das sah ich. "Na ja, ich würde nur gerne an deinem Leben teilhaben. Wie früher, weißt du?" Sie lächelte. Ich umarmte sie. Dann fing es an zu regnen und wir blieben weiter im Regen stehen, umarmend. Man sah unsere Tränen nicht, aber man hörte uns weinen.

"Nun, es hat keinen Zweck, wenn du versuchst, ihn aufzuwecken", sagte Tweedledum, 
"wo du doch nur eine Gestalt aus seinem Traum bist. 
Du weißt genau, dass du nicht wirklich bist."
"Aber ich bin wirklich", rief Alice und fing an zu weinen. "Du machst dich um keinen
Deut wirklicher, wenn du weinst.", bemerkte Tweedeldee. "Es gibt nichts, worum
du weinen müsstest."
"Wenn ich nicht wirklich wäre", sagte Alice  - und lachte beinahe unter ihren Tränen,
das alles war so lächerlich - "dann könnte ich doch auch nicht weinen."
"Ich hoffe, du denkst nicht allen ernstes, dass deine Tränen wirklich sind?"
unterbrach Tweedledee sie mit verächtlicher Stimme.
-  Alice im Wunderland, Lewis Caroll

Someday maybe somebody will love me like I need
Someday I won't have to prove cuz somebody will see all my worth
But until then I'll do just fine on my own
With my cigarettes and this old dirt road

I ain't gonna sleep
I don't wanna dream
about the things that I use to need
I ain't gonna cry
Or go on livin lies
I'm just gonna drive #



 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen