Sonntag, 5. August 2012

viele verwechseln meine Angst mit Arroganz

Hi, ich bin seit dem 29. wieder da. Ich bin seit fünf Minuten wieder voll da. Ich starre den Bildschirm jetzt schon eine Weile an und weiß nicht was ich schreiben soll, wobei mir schon lange ziemlich viel im Kopf rum schwirrt. Ich hoffe dieser Text wird lang. Wer weiß, vielleicht wird er so lang, dass keiner ihn lesen will.
Ich hatte Urlaub. Er war sehr, sehr gut. Abgesehen von der unglaublichen Hitze, die ein Wintermädchen nicht ertragen kann, ist alles gut gegangen. Abgesehen von dem ständigen Streit zwischen.. ähm.. uns allen.
Jetzt ist der Urlaub vorbei, seit ca. einer Woche und ich hatte Angst vor der Realität aber ich hab mich ihr gestellt. Hi Realität. Ich bin Steinbock was mich zum Realist macht. Sagt Astrocheck zumindest so. Ich kann echt 'ne Spaßbremse sein. Aber ich bin total Abenteuerwild. Ich brauche diese Abenteuer. Ich schreibe grade so vor mich hin. Einfach so, ohne Ziel. Ohne Ahnung von einem Text. Ich schreibe einfach.

Ich liebe die Abendluft. Ich liebe sie. Aber ich mache das Fenster nicht auf, weil ich Angst vor Mücken habe. Ich will nicht, dass plötzlich etwas in mein Zimmer krabbelt. Trotzdem liebe ich die Abendluft. Ich würde sie so gerne riechen, habe bloß Angst vor Mücken. Für die jenigen die das nicht verstehen: Das ist eine Metapher. Was nicht heißen soll ich wäre verliebt, lediglich, dass ich Angst habe, es zu werden. Wenn man das so sagen kann. Alles was ich so liebe. Alles worauf ich verzichten müsste. Müsste ich? Die Dinge die mich ausmachen, die Dinge die ich an mir selber mag. Meine Spontanität. Dass ich wildfremde Menschen anspreche. Dass ich nicht schüchtern bin, dass ich nicht eifersüchtig bin. Diese Dinge sind es, die viele an mir mögen. Die Eigenschaften, die viele besitzen wollen. Und das soll ich alles aufgeben? Ich will mich nicht verändern.

Elefanten. Elefanten waren seit ich zurückdenken kann meine Lieblingstiere. Zwischendurch auch mal Löwen, aber den Elefanten konnte niemand das Wasser reichen. Wirklich seit ich denken kann, wahrscheinlich seit ich 5 oderso bin. Ich denke, ich war schon immer so wie ich nunmal bin. Aber ob ich damals Elefanten schon so gut beschreiben konnte? Ich liebe sie, weil sie wunderschön sind. Sie sind dick und trotzdem unglaublich elegant. Sie sind riesig und haben riesen Füße und vielleicht trampeln sie, aber das fällt unter ihrer Schönheit gar nicht auf. Sie haben riesen Ohren, aber das muss einfach so sein, es gehört zu ihnen, es macht sie aus. Sie sind grau und trotzdem fallen sie sofort auf. Sie sind wie ich. Ich kann mich so gut mit ihnen identifizieren. Zwar bin ich nicht auffällig oder elegant oder sonst was, jedoch sind sie soviel ohne es zu sein. Sie sind es, aber eigentlich sind sie es nicht. Es ist die endlose Komplikation die ich seit Jahren versuche zu erklären, aber es gelang mir noch nie und es wird mir wohl auch nie gelingen. Ich liebe sie einfach und wünschte ich wäre einer von ihnen.

Mir ist aufgefallen, dass Mädchen komisch werden wenn Jungs ins Spiel kommen. Dass sie gemeiner zu ihrer Freundin werden. Sie tun alles um den Jungs zu gefallen. Hey, mädels, warum? Im Leben werdet ihr sehr viel wichtigere, tollere, spannendere Dinge tun, als einen hübschen Jungen zu treffen, küssen, fcken. Seit nicht so wild drauf. Freundinnen sind wichtiger als Jungs. Ich hasse Jungs. Ich hasse sie, weil sie denken sie wären obercool. Mir ist aufgefallen, dass andere Geschlecht war schon immer und wird immer ein Rätsel bleiben. Von Mann zu Frau, von Frau zu Mann. Keiner wird sie jemals verstehen. Die Frauen nicht die Männer und andersrum auch nicht. Man könnte sein ganzes Leben damit verbringen von dem anderen Geschlecht zu berichten oder es zu beobachten, als wäre es das wert. Ist es nicht. Denn egal was für eine Hautfarbe, größe, egal was für ein Geschlecht oder Alter; Es sind alles Menschen. Man lernt den Menschen kennen, nicht das Geschlecht. Man lernt alleine den Menschen kennen und später kann man sich immernoch zueinander hingezogen fühlen, aber es wird der Mensch sein zu dem man sich hingezogen fühlt. Hey, mädels, gibt es nicht ein Mädchen in eurem Leben, dass ihr sofort heiraten würdet, wäre es ein Junge? Hey, Jungs, gibt es nicht einen Jungen in eurem Leben, den ihr sofort heiraten würdet, wäre er ein Mädchen? Also nochmal: Es geht allein um den Menschen.

Magersucht. Ein Thema worüber ich heute nachgedacht habe. Ich will kurz erklären wie ich die Sache sehe. Nur kurz. Ohne Hintergrund, einfach, weil es mir wichtig ist. Für eine Magersüchtige gibt es kein Ziel. Sie laufen ziellos durch die Welt. Das einzige Ziel was sie wohlmöglich haben, ist der Tod. Anfangs ist es das abnehmen. Das Hungern. Die Selbstzerstörung. Nach und nach schleicht sich der Tod an, bis er an ihnen klebt, so dass sie ihn spüren, so dass sie ihn wollen, weil sie keine Kraft mehr haben um es durchzustehen, trotzdem noch genug Angst, um es durchzustehen. Manche finden ihr Ziel wieder, manche laufen in irgendein Ziel. Meiner Meinung nach gehört die Bulimie zur Magersucht. Meiner Meinung nach, ist es gar nicht die Zahl auf der Waage, die die Krankheit unterstützt. Es ist egal, alles könnte drauf stehen, man wird nicht mehr aufhören, die Zahl sinken sehen zu wollen. Sie muss weniger sein. Da gibt es kein Ende. 51, 50, 49, 48.. Sie muss runter. Es ist egal. Desto weiter sie runter geht, desto besser. Man verirrt sich vollkommen in seinem Kopf. Man ist gefangen in seinem Kopf und alles worüber man nachdenkt ist Essen. Essen, Essen, Essen. Natürlich essen Magersüchtige. Viele Menschen denken, sie würden gar nichts essen, aber sie essen. Sie befassen sich mehr mit dem Essen, als gesunde Menschen jemals tun würden, auch wenn sie sehr wenig davon zu sich nehmen. Ich schreibe wieder zu viel.

Ich schätze der Text wird wohl lang genug sein. Ich wollte weder mich zerstören, noch meine Wand erneut herunter reißen oder irgendwo ein Loch rein boxen, deshalb musste ich mich überwinden zu posten.
Gute Nacht, meine Goldstücke, danke für's lesen.


4 Kommentare:

  1. nein, du schreibst nicht zu viel.
    ich liebe deine worte. sie haben mir sehr gefehlt.

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  2. und wir haben gemeinsamkeiten.
    ich bin auch ein wintermädchen,
    und mein sternzeichen ist auch steinbock.
    schön was.

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  3. ach, du bist ja lieb.
    ich hätte nicht gedacht,
    dass der text so fesselnd auf andere wirkt,
    es freut mich,
    vielleicht lenkt er dich ab,
    von deiner angst vor dem leben.

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