Dienstag, 26. Juni 2012

afraid

Sie zerbrach innerlich, als sie ihm schrieb, er solle die Hoffnung aufgeben. Sie mochte ihn, wirklich, nur hatte sie Angst. Und er hatte etwas besseres verdient. Sie wusste, sie könne ihn nicht glücklich machen, sie könne niemals jemanden glücklich machen. Ihr Herz wurde zu Stein und zerbröckelte hart und schmerzhaft, als sie ihre Gefühle öffnete, weil sie wusste, sie würde sowieso verletzt werden. Nun wurde sie verletzt. Es ist nichts, was man als böse bezeichnen könne. Es ist vollkommen harmlos, und es ist so, als würde er es nicht merken, aber sie fühlte sich wertlos durch die Dinge die er tat. Sie fühlte sich benutzt, wie ein Spielzeug. Wie ein Plastikteil, was einem Kleinkind gefiel, was es haben wollte, und wenn es seine Mutter soweit hatte, dass sie es kaufte, und wenn er es in der Hand hielt, schmiss er es auf den Boden und kümmerte sich nicht weiter darum, denn er wusste, er könne alles haben, wenn er nur wollte. Einst war er interessant für sie gewesen. Er war interessant, weil sie ihn nicht durchschauen konnte, wie sie es bei allen anderen konnte. Und er war interessant, weil er die Dinge und die Menschen und die Dinge die sie taten, auf die Weise beobachtete, wie sie es tat. Doch nun fiel ihr auf, dass er gar nicht auf die Art und Weise besonders war, welche sie gedacht hatte. Natürlich war er besonders, aber er war ständig zu beschäftigt für sie und er war ständig viel zu gut gelaunt. Das passte keines weges zu ihr, denn sie war höchstens 2 Stunden gut gelaunt, wenn auch auf den Tag verteilt. Sie lachte nicht viel, und sie redete nicht viel. Und er war eigentlich der Gleichen wie sie, jedoch sah sie diese Angst in seinen Augen. Und sie wusste nicht, wie sie damit umgehen solle. Denn sie konnte diese Angst nicht einschätzen, wovor hatte er Angst? Angst vor ihr? Oder Angst vor irgendetwas anderem? Sie wünschte, er würde mit ihr reden, reden über seine Probleme, vielleicht könne sie ihn dann durchschauen. Vielleicht würde alles besser klappen, wenn sie ihn verstehen würde. Wenn sie seine Angst verstehen würde. Aber das tat sie nicht und das war zu tiefst bedauernswert. Sie wusste nicht was sie tuen soll. Sie schlief den ganzen Tag und meldete sich bei niemandem mehr. Bei niemandem, aus Angst, zurückgewiesen zu werden, so wie er sie zurückwies. Aber die Menschen meldeten sich bei ihr und somit blieb der Kontakt. Ihre Freunde sagten, er hätte sie nicht verdient und sie wusste, er ist bloß recht passabel, aber sie wusste nicht, was jetzt zutun ist. Sie wusste nichts. Also blieb sie im Dunkeln auf ihrem Bett sitzen, in der Hitze, ohne Sauerstoff und schrieb Texte. Texte, die keinen Sinn ergaben, denn sie wusste nicht weiter. Anscheinend ohne Grund, fühlte sie sich wertlos.

 
when you try your best 
but you don't succeed
when you get what you want
but no what you need
when you feel so tired
but you can't sleep
Coldplay - Fix you

4 Kommentare:

  1. wenn wir uns morgen sehen erzählst du mir alles, jedes kleines detail, okay sweetie?

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  2. du bist viel zu gut für mich,
    weißt du das?
    du brauchst nicht auf mich eifersüchtig sein,
    ich wüsste nicht,
    was an meinen charakter, gedanken, schreibsti, oder körper,
    beneidenswert ist.
    ich wüsste es wirklich nicht.
    es wird eine zeit geben,
    wo es mir besser gehen wird,
    aber wann diese zeit kommt,
    steht noch in den sternen.
    du schreibst mal wieder so fesselnd,
    so sehr,
    das es mich fast verrückt macht.
    du hast das schreiben im blut.

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  3. du bist und wirst nie wertlos sein, meine liebe.

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