Dienstag, 6. Dezember 2011

ich wollte frei sein, doch hab mich eingesperrt

Unvermeidbar dir über den Weg zu laufen, unvermeidbar dich anzusehen, unvermeidbar an dich zu denken. Oder? Wieso vermeide ich es nicht einfach dir über den Weg zu laufen? Dich anzusehen? An dich zu denken? Ich mein, ich denke kaum noch an dich. Echt nur noch selten. Aber umso mehr hasse ich es, wenn du neben mir stehst und wir nicht miteinander reden. Wenn du 1 Meter neben mir stehst und nicht mal Hallo sagst. Wenn du erst Hallo sagst, nachdem ich es gesagt habe. Mein Gott, ja ich kann auch ohne dich. Aber schon mal daran gedacht, dass ich nicht möchte? Schon mal daran gedacht, dass ich auch Gefühle hatte? Und sag mir nicht, dass da nichts war. Denn ich weiß es und du weißt es. Und deine Freunde wissen es und meine Freunde wissen es und plötzlich warst du weg, waren wir weg. Grundlos. "Ich hass den leeren Teil in mir, der mal deiner war"


Ich hab die Türe fest verschlossen, 
durch das Metall hör ich nur ein dumpfes Klopfen. 
Ich seh dich schreien, doch bleibe taub, 
diese Wand, sie verschluckt jeden Laut. 
Dein Gesicht von der Schminke verdreckt, 
ich seh dich an, dann aus Scham wieder weg. 
Wende den Blick von der winzigen Scheibe, 
der rote Knopf drückt sich nicht von alleine. 
Dein Mund ganz in Panik getränkt, 
ich entziffer die Worte, das Größte mit L
Und mein Herz schreit mich an: Los erwider! 
Mein Kopf stellt Fragen: Was sind schon Gefühle? 
Und diese Antwort ist wohl schwerer als ich je glaubte, 
wenn sich falsches Denken erstmal richtig aufbeumte. 
Fern ab von Herz und Geist, wendet sich die Hand ab, 
sie ruft nach dir, fest gepresst an das Panzerglas.
Panic Room - Rockstah

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