Samstag, 26. November 2011
destroy the middle is a waste of time
Es war einmal, weit verlassen, an einem Ort der für die anderen kaum existierte, ein kleines Mädchen. Es war nicht alleine, sie hatte eine Familie. Jedoch verzog sie sich immer in ihr Zimmer, in dem viel zu großen Haus. Das kleine Mädchen liebte das Wohnzimmer, weil in den Zimmer die ganze Familie zusammen kommt. Weshalb sie auch Feste liebte. Doch irgendwann veränderte sich das Familienbild. Der Vater zog weg und die Mutter musste arbeiten. Die Mutter arbeitete den ganzen Tag und die großen Geschwister des kleinen Mädchens waren fast den ganzen Tag in der Schule. Das kleine Mädchen fühlte sich alleine gelassen, sie vermisste ihre Familie schrecklich. Sie lernte alleine zu sein. Sie lernte alleine sein lieben. Sie blieb alleine. Inzwischen war sie gerne alleine. Verzog sich in ihr Zimmer und dachte nach. Dachte viel nach, wohlmöglich zuviel, denn bekanntlich macht nachdenken traurig, und das kleine Mädchen war sehr oft traurig. Sie dachte darüber nach, wie gut es doch wäre ihre Grenzen aus zu testen. Und sie tat es. Und sie tat vieles, vieles was sie nicht tun sollte. Und wenn jemand sie dabei erwischte, dann war sie umso trauriger, denn diese Personen waren dann ziemlich sauer auf das kleine Mädchen. Doch was konnte sie denn schon dafür? Im Endeffekt wurde sie sowieso alleine gelassen. Also war sie traurig und dachte darüber nach, wie die anderen sie wieder lieben würden. Und früher tat sie alles dafür, aber inzwischen wollten die anderen ihre Entschuldigungen gar nicht mehr annehmen. Und sie lernte das. Und sie versuchte sich zu entschuldigen, aber es klappte nicht und sie gab auf. Tat es nicht mehr. Verzog sich in ihr Zimmer. Wollte oft sterben, lebte aber immer weiter, denn ihr Kopf befahl ihr zu leben. Und sie lebte, ging zu Partys auf die sie eingeladen wurde, trank Alkohol wenn es ihr angeboten wurde und es gab so viele Sachen, die sie später bereute. Sie verletzte die Menschen oft, zu oft. Oft sogar ohne es zu merken. Umso trauriger war das kleine Mädchen, wenn die Menschen ihr sagten, wie verletzt sie waren. Sie hatte so etwas doch gar nicht gewollt, wieso passieren Dinge ungewollt? Man muss aufpassen, welchen Schritt man geht, lernte sie. Sie lernte, dass Menschen falsch sind, dass man ihnen nicht vertrauen darf. Sie verschloss sich. Nicht mehr nur in ihrem Zimmer. Sie verschloss sich wirklich, zog sich zurück und redete kaum noch mit jemanden. Lachte weniger als früher und irgendetwas, passierte mit ihrem kleinen Körper. Sie wusste nicht woran das lag. Lag es an ihrem Vater? Oder wurde sie einfach alleine gelassen? Und selbst heute noch, wenn jemand sie nach einer Umarmung los lässt, drückt sie die Person um so fester, und möchte sie nicht gehen lassen, aus Angst, dass sie nicht mehr zurück kommt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen